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Tipp Der Redaktion - 2019

Können Gleichungen Glück vorhersagen?

Glücklich sein wollen? Den britischen Neurowissenschaftlern zufolge gibt es dafür eine Gleichung. In einer soeben imVerfahren der National Academy of Sciences,Die Wissenschaftler fanden eine Gleichung, die das Glück von mehr als 18.000 Menschen richtig vorhersagte.Das atlantischCari Romm Berichte:

Im ersten Teil der Studie entwickelten die Forscher die Gleichung, indem sie eine Gruppe von Freiwilligen Entscheidungsspiele spielen ließen und bestimmte Entscheidungen mit kleinen Geldbeträgen belohnten. Alle paar Runden wurden die Teilnehmer gebeten, ihr Glück auf einer gleitenden Skala zu bewerten, während ihre neurologischen Reaktionen auf die Belohnungen mit MRT-Scans gemessen wurden.

In der zweiten Runde testete das Team die Gleichung vor einem größeren Publikum, indem es die Entscheidungsaufgabe in ein Smartphone-Spiel verwandelte, das Spieler zu Tausenden anzog. Die Ergebnisse entsprachen den Vorhersagen ihres Modells: Wenn die Spieler eine Belohnung erwarteten, freuten sie sich weniger darüber, als wenn sie überhaupt nichts erwartet hätten.

Nachdem die Neurowissenschaftler ihre Forschungen zusammengestellt hatten, stellten sie diese Gleichung als genauen Prädiktor für das Glück auf:

Es gibt jedoch einen wichtigen Haken bei dieser Gleichung, den wir berücksichtigen müssen. WieDer AtlantikLaut Aussage der Neurowissenschaftler misst die Forschung „nur die unmittelbare Belohnung, nicht die langfristige Zufriedenheit“. Die obige Gleichung misst speziell Ihre Reaktion auf Erwartungen und Belohnungen (oder Enttäuschungen) - nicht Ihren metaphysischen Gesamtzustand. Wie kann man das tiefe, wertebasierte Glück messen und quantifizieren, das den Menschen langfristig wirklich motiviert? Vielleicht gibt es dafür eine Gleichung; aber es scheint unwahrscheinlich.

Die obige Gleichung scheint etwas zu beschreiben, das etwas anderes ist als wirkliches „Glück“. Sie identifiziert etwas, das unsere Gesellschaft ständig mit Glück identifiziert, in Wirklichkeit aber ganz anders: nämlich „Vergnügen“. Sie kann zum Glück beitragen, aber Vergnügen ist beides nicht notwendig noch ausreichend für echtes Glück. Es wird am häufigsten als ein Gefühl oder eine Empfindung von Glück definiert, das gleichbedeutend mit Zufriedenheit, Genuss und Befriedigung ist - umso mehr mit vorübergehenden Facetten von „Glück“. Es beschreibt, wie Sie sich fühlenGefühl in einem aktuellen Moment.

Aber Aristoteles hat "Vergnügen" und "Glück" in sehr unterschiedliche Kisten gesteckt. Glück in seiner Vorstellung ist das höchste Gut, das Ziel, das wir alle anstreben. Seiner Meinung nach erfordert Glück ein ethisches Leben: Um das höchste Gut zu erreichen, müssen wir unsere Berufung als menschliche Wesen mit Tugend und Integrität erfüllen. Moralische Tugend ist ein wesentlicher Bestandteil des Glücks - und Tugend hilft uns dabei, eine angemessene Reaktion auf „Schmerz“ und „Lebensfreude“ zu entwickeln. So wird „Vergnügen“ nicht als Gut an und für sich gesehen - es ist eine Facette des Lebens, die im Streben nach wahrem Glück gesteuert, berücksichtigt und mit Recht beantwortet werden muss.

Für Aristoteles ist Glück eineAktivität: eine Verfolgung, keine passive Reaktion auf Lebensumstände oder Erwartungen. Das Wort Eudaimonia (Glück) bringt die Idee von „Blühen“ oder „Erfolg“ mit sich. Dies ist etwas, was wir tunmachen, nicht etwas, was wir nurGefühl.Im Gegensatz dazu ist „Vergnügen“ genau das: ein Gefühl. Und obwohl wir möglicherweise in der Lage sind, kognitive Reaktionen auf Lust und Schmerz zu quantifizieren, können wir solche Dinge nicht automatisch in wirkliches „Glück“ verwandeln.

Unser verlorenes Verständnis von Eudaimoniahat uns zu einer Art von Menschen gemacht, die Glück in umständlichen oder erfahrungsmäßigen Medien suchen. Und dieses Suchen impliziert, dass wir bereits etwas verloren haben - etwas, das es uns ermöglicht, das Glück zu erfassen und zu bewahren, unabhängig von den Freuden oder Schmerzen, die unser Leben plagen.

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