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Tipp Der Redaktion - 2020

Andersen: "The Sixties Ruined America"

Ein Leser schrieb, er sei überrascht, dass ich dieses Stück von Kurt Andersen nicht geschnappt habe Die New York Times Letztens. Ich bin geschmeichelt, dass er mich scharf genug findet, um alles zu fassen, und dankbar, dass er den Link weitergeleitet hat.

Es ist ein interessantes Stück von Andersen, einem Baby-Boomer, einem der Gründer des Spy-Magazins und jetzt Gastgeber des öffentlichen Kunst- und Kulturprogramms Studio 360. Er ist nicht das, was man als Konservativer bezeichnen würde. Er überlegt, warum die Gegenkulturalisten in den 1960er Jahren bei all ihren soziokulturellen Zielen gewonnen, ihre wirtschaftlichen Ideale jedoch nicht verwirklicht haben. Andersen theoretisiert so:

Was seit dem Umbruch Ende der 60er Jahre politisch, wirtschaftlich, kulturell und sozial geschehen ist, ist weder widersprüchlich noch inkongruent. Es ist alles ein Stück. Für Hippies und Bohemiens ebenso wie für Geschäftsleute und Investoren hat extremer Individualismus gesiegt. Egoismus hat gewonnen.

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Doch jedes Mal wurde dank wirtschaftlicher Krisen und erneuter Behauptung moralischer Missbilligung ein grobes Gleichgewicht zwischen Individualismus und dem bürgerlichen Gut wiederhergestellt.

Denken Sie an Amerika in den zwei Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Stereotypisch aber auch tatsächlich war der konformistische Druck bürgerlicher sozialer Normen mächtig. Um sich unorthodox und extravagant zu kleiden, zu sprechen oder das Leben so zu leben, musste man sich wirklich anstrengen. Doch so wie Beatniks selten und ausgeflippt waren, waren es auch die stolzen, geldverrückten Millionäre von Ayn Randian. Mein konservativer republikanischer Vater hielt die Grenzsteuersätze von 91 Prozent für ungerechtfertigt hoch, aber er und seine Freunde haben nie davon geträumt, eine Senkung auf unter 50 Prozent vorzuschlagen. Sex außerhalb der Ehe war beschämend, Bärte und Scheidung waren outré - aber auch das Rühmen des eigenen Reichtums und die Schuld der Unglücklichen für ihr Unglück. Als ich in Omaha aufwuchs, träumten und träumten reiche Leute, die es sich leisten konnten, Palasthäuser zu bauen, nicht davon, sich das 200- oder 400-fache ihres Lohns für ihre Angestellten auszugeben. Gier und Homosexualität waren eine Liebe, die es wagte, ihren Namen nicht auszusprechen.

Aber dann kamen die späten 1960er Jahre und in den nächsten zwei Jahrzehnten wurde der amerikanische Individualismus voll entfesselt. Zwischen Gegenkultur und Establishment, zwischen Junggebliebenen und Verdienten wurde eine Art stillschweigendes Schnäppchen geschmiedet.

In Zukunft würde es den jungen Massen jeden Alters wie nie zuvor gestattet sein, sich ihren selbstausdrucksvollen und hedonistischen Impulsen hinzugeben. Aber auch die Kapitalisten wären im Gegenzug gefesselt und könnten ihren eigenen tierischen Geistern mit immer weniger Fesseln in Form von Regulierung, Steuern oder sozialem Opprobrium frönen.

Andersen fährt fort, das zu sagen "Mach dein eigenes Ding" ist nicht so anders als "jeder für sich".

Er hätte sagen können, dass die amerikanische Politik im Grunde genommen einen Kampf zwischen der Partei der Lust und der Partei der Gier darstellt. Aber ich habe es vor sechs Jahren getan (und hey, es ist jetzt auf Kindle erhältlich!)

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