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Tipp Der Redaktion - 2019

Nikki Haley und der U.N.

Richard Gowan kommentiert die Ernennung von Gouverneur Nikki Haley zum Botschafter in den Vereinigten Staaten von Amerika:

Haley, der in jeder Hinsicht ehrgeizig ist und mehr als nur ein Trump-Vertreter sein will, wird hoffentlich versuchen, echte außenpolitische Erfolge in den Vereinigten Staaten zu erzielen, anstatt einfach nur den amerikanischen chauvinistischen Instinkten durch Zerstörung des Ortes entgegenzutreten.

Haleys Nominierung in der vergangenen Woche kam mir aus ein paar Gründen komisch vor. Die erste ist, dass sie Trump während der Vorwahlen als Vokalkritikerin kritisierte, was es ein bisschen seltsam macht, dass er sie überhaupt mit einer Position belohnen würde, geschweige denn mit einem der ersten Jobs, die angekündigt wurden. Der zweite und wichtigere Grund ist, dass sie keine nennenswerten außenpolitischen Erfahrungen hat. Wenn der gewählte Präsident und viele der wahrscheinlichen Kandidaten für das Amt des Außenministers ebenfalls keine haben, ist das natürlich nicht so überraschend. Dennoch ist es erwähnenswert, dass Haley im Gegensatz zu den meisten ihrer Vorgänger praktisch keine Erfahrung mit oder keine öffentlichen Aufzeichnungen über Probleme hat, die sie als Botschafterin ansprechen soll.

Das bedeutet nicht unbedingt, dass Haley keinen guten Job machen wird, aber es bedeutet, dass die Lernkurve für sie steiler sein wird als für viele frühere Botschafter. Auch wenn der Botschafter in den Vereinigten Staaten über einen Hintergrund verfügt, in dem er sich mit diesen Fragen befasst, ist er dennoch Geisel der Prioritäten des Weißen Hauses und der anderen großen Mächte im Sicherheitsrat. Da es sich bereits um eine undankbare Aufgabe handelt, wird die mangelnde Erfahrung den Erfolg nur erschweren.

Es gibt keinen besonderen Grund zu der Annahme, dass Haley eng mit Trumps Ansichten übereinstimmt, und ihre frühere Unterstützung für Rubio legt genau das Gegenteil nahe. Das lässt die Möglichkeit aufkommen, dass sie wenig Einfluss auf die Präsidentin haben würde, aber dennoch feststecken würde, Verwaltungsrichtlinien zu verteidigen, die sie nicht wirklich unterstützt. Unabhängig davon wird Haley ihr Vermögen mit dem von Trumps Außenpolitik in Verbindung bringen, und es ist unwahrscheinlich, dass sie von dem Verein in ihrer Heimat politisch profitieren wird. Wenn sie Ambitionen für andere Ämter hat, könnte sich dies für die nächsten Jahre als eher erfolgloser Umweg erweisen.

Schau das Video: Nikki Haley threatens to pull US funding to the United Nations (November 2019).

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